Random Excess

Die ausstellung unternimmt den versuch, die kulturellen und anthropologischen bezugsfelder und wechselwirkungen des zufalls zu erkunden. Hierbei betrachten wir zufall zum einen in seiner domestizierten form des glücksspiels und zum anderen als eine nichtmenschliche übergeordnete (natur-)kraft, deren vollständige abbildung oder simulation immer misslingen muss, sei es mit einem würfel, einem roulette-kessel oder einem rechner. Stephane Mallarmé schreibt dazu bereits vor über 100 jahren: Un coup de dés jamais abolirait le hazard. Ein würfelwurf schafft den zufall niemals ab.


Der zufall soll über einen begriff aus der technischen bilddarstellung, dem der auflösung (=resolution) beschrieben werden. Ausserdem wird angenommen, dass sich zufall in unterschiedlichen versuchsanordnungen (=glücksspielen) mit unterschiedlich hoher auflösung abbildet oder abbilden lässt (=high/ low resolution imaging). Sehr hohe auflösungen (=type: Hubble) erreicht man bei abbildungen von zufälligen vorgängen aus der natur.


Die bedeutendste quelle von zufallsereignissen ist neben dem random walk der Brownschen Bewegung der nukleare zerfall, die radioaktivität.